Der Winzer Mathias verkauft seinen Wein direkt an die Endkunden. Dafür fährt er durch ganz Deutschland auf Weinmessen und Weinfeste und liefert zudem den Wein seinen Kunden direkt an die Haustür.
Als er heute wieder einmal bei einem Stammkunden eine Kiste seines Spitzen Barrique Weins abliefert, fragt dieser Mathias nach einer Online Bestellmöglichkeit. Er freue sich zwar über den persönlichen Kontakt, möchte aber gerne auch zwischen den seltenen Auslieferungsfahrten den guten Wein bestellen und seine Kinder hätten ihn schon nach Online bestellbaren Geschenkpaketen gefragt.
Mathias stimmt ihm zu: Diese Ausfahrten und der persönliche Kontakt mit seinen Kunden bereiten ihm zwar viel Freude, kosten aber auch entsprechend Zeit und noch mehr ausweiten möchte er das nicht. Auf der Rückfahrt entschließt sich Mathias, die geplante Erweiterung seiner Website um einen Onlineshop endlich anzupacken.
Mehr zufriedene Kunden und mehr Umsatz
Vielleicht verkaufen Sie keinen Wein und besitzen auch kein Weingut, sondern betreiben ein kleines Ladengeschäft, in dem Sie feine Schokolade, fair gehandelten Premium-Kaffee, Liköre aus Eigenproduktion oder auch modische Kleidung verkaufen. Dann ist auch für Sie ein Online-Shop die ideale Lösung, damit Sie mehr verkaufen, mehr Umsatz einfahren, Ihre Stammkunden Sie an deren Freunde und Bekannte leichter weiterempfehlen können – denn diese müssen bloß ins Internet, um in Ihrem Laden zu „stehen“ – und sie sparen dadurch noch Geld für größere Ladenflächen oder auch für Auslieferungsfahrten.
Sie haben sich dafür entschieden einen eigenen Online-Shop zu eröffnen? Das erscheint Ihnen aber zu schwierig? Lesen Sie jetzt bloß weiter, um zu verstehen, dass und wie dieses Vorhaben umsetzbar ist!
Geschäftserfolg mit Onlineshop steigern
Mathias saß vor seinem Computer und fühlte sich überfordert. Tausend Fragen und Zweifel quälten ihn, die Aufgabe einen Online-Shop zu entwickeln, schien ihm zu komplex und nicht durchführbar. Er kannte sich weder mit Software-Programmierung noch den rechtlichen Hürden aus. Doch er hatte als Unternehmer schon viele Herausforderungen gemeistert. Also würde er auch das schaffen. Wie müsste er nun vorgehen? Er überlegte: „Ein Problem zähme ich, indem ich es in seine Schritte zerlege. Welche Schritte wären nun für meinen Online-Shop notwendig?“ Er begann im Internet zu recherchieren und fand einen Blogartikel mit einer Auflistung von 7 Schritten.
Schritt 1: Mein Ziel
Zuerst sollten Sie sich darüber klar werden, was genau Ihr Ziel ist, das Sie mit Ihrem Online-Shop verfolgen. Ein klar formuliertes Ziel von unserem Winzer wäre: „Mit Hilfe meines Online-Shops möchte ich innerhalb von 2 Jahren 100 % meines Weins direkt an meine Endkunden verkaufen und zudem 3 Wochenende im Jahr weniger für Auslieferungsfahrten und Weinfeste aufwenden. Dann habe ich mehr Geld und Freizeit.“
Schritt 2: Mein Sortiment
Was möchten Sie überhaupt verkaufen? Mathias wird vermutlich alle seine Weine auf seiner Weinkarte verkaufen. Sie selbst besitzen vielleicht ein umfangreicheres Sortiment an frischen und haltbaren Lebensmitteln. Alles über das Internet zu verkaufen ergibt keinen Sinn.
Daher fragen Sie sich: Was möchte ich über das Internet verkaufen? Was kann ich über das Internet verkaufen? Vielleicht möchten Sie nur die umsatzstärksten Produkte verkaufen oder nur die mit den geringsten Portokosten. Nehmen Sie Ihr Ziel aus Schritt 1 als Orientierung für die Auswahl.
Schritt 3: Technik und Einrichtung
Niemand fällt gerne Entscheidungen zu Dingen, mit denen er sich nicht auskennt. Wir machen Ihnen daher einen konkreten Vorschlag für die Auswahl der Shopsoftware für Ihren kleinen Onlineshop:
- WordPress zur Gestaltung Ihrer Website …
- … und den Woocommerce Zusatzbaustein für den Shop.
Ideal ist dies, wenn Sie sowieso schon eine WordPress Website haben oder komplett neu anfangen. Lesen Sie unseren Blogbeitrag Auswahl der Shopsoftware um etwas über Alternativen zu erfahren und den Auswahlprozess nachvollziehen zu können.
Entscheidungen zur Technik brauchen Sie ansonsten keine zu fällen. Bei der Installation werden Ihnen etliche Fragen gestellt werden, die Ihr Geschäft und das Betreiben des Onlineshops betreffen. Zum Beispiel:
- Versandoptionen
- Bezahlung
- Einbindung in Ihre Buchhaltung
- steuerliche Aspekte
- Texte in Kunden E-Mails, Rechnungen etc.
- Marketing Aktionen wie die Verwendung von Gutscheinen
- Verwendung von Kundenkonten für Stammkunden
- …
Die gute Nachricht: Sie bekommen zu alle diesen Punkten Standard Lösungen geliefert und müssen daher nur in Einzelfällen entscheiden, wo Sie davon abweichen oder diese erweitern möchten.
Schritt 4: Den Online-Shop mit Leben füllen
Sie sind sich nach Schritt 2 über das Sortiment im Klaren, das Sie verkaufen möchten. Im neu eingerichteten Shop kommt es nun darauf an, jedes einzelne Produkt richtig gut zu präsentieren. Denn der Besucher soll ja kaufen! Schöne Bilder machen neugierig und bringen Ihre potenzielle Kunden in Kaufstimmung. Die richtigen Texte dazu verstärken diese Stimmung. Für weitere Kaufanreize zählen Sie beeindruckende Fakten auf.
Nehmen Sie sich die Zeit und arbeiten zunächst die Präsentation von nur einer Sache aus – am besten von Ihrem Lieblingsprodukt. Bleiben sie solange dabei, bis Ihnen diese Darstellung perfekt erscheint. Jetzt haben sie den Muster Seitenaufbau für die Präsentation des kompletten Sortiments.
Zu jedem Produkt gibt es noch ein paar Informationen zusammenzutragen. Der nicht ganz unwichtige Preis natürlich, Lagerbestände, Versandmöglichkeiten und so weiter. Fragen Sie zur Not einen Profi: Der hilft Ihnen, Ihre persönliche Checkliste zu erstellen mit deren Hilfe Sie in Zukunft Ihren Shop pflegen und ergänzen werden.
Nun können Sie die notwendigen Bilder besorgen, die Texte schreiben und Ihren Shop nach und nach mit Leben füllen – bis Ihr gesamtes Sortiment die Besucher zum Bummeln durch Ihren Onlineshop und zum Füllen des Einkaufswagens lockt.
Schritt 5: Der Test
Egal wie gründlich Sie vorher über Ihre Shop nachgedacht haben: Wenn Sie sich nun in die Rolle des Besuchers versetzen, der seinen Einkaufswagen füllt, zur Kasse geht und seine Einkäufe bezahlt werden Ihnen Dinge auffallen, an die sie bisher nicht gedacht haben.
Wie bezahlt der Besucher überhaupt? Wie sieht die Rechnung aus, die er bekommt? Wie erfahren Sie oder Ihre Mitarbeiter von der Bestellung und können die Lieferung veranlassen? Welche Informationen verbleiben in Ihrer Shopsoftware (einzelne Bestellungen, Monatsstatistiken, Jahresstatistiken)?
Zu all dem hat Ihnen die Software durch die Voreinstellungen zwar schon einen Vorschlag gemacht. Doch es sollte nun auch in allen Details Ihren Vorstellungen entsprechen. Ein gründlicher Test ist daher unbedingt erforderlich. Erst dann werden Sie wissen, wie Ihr Shop sich für den Besucher „anfühlt“ und wie es für Sie sein wird, den Shop zu betreiben.
Beim Testen werden Ihnen Dinge auffallen, die Sie lieber anders hätten – zum Beispiel die Texte der E-Mails oder Details beim Versenden der Ware. Das ist ein normaler Vorgang und es ist gut, sich jetzt darum zu kümmern und nicht erst, wenn der Shop schon in Betrieb ist. Lassen Sie auch gute Freunde und Bekannte testen. Vielleicht sehen diese ja Dinge, die Ihnen selbst nicht auffallen und können Ihnen wertvolle Hinweise geben.
Wenn Sie mit einem Profi zusammenarbeiten, wird dieser Ihnen einen kleinen Plan zum Testen machen: Wie Sie testen, was Sie testen und wie das Testergebnis so schnell wie möglich zu Verbesserung des Shops umgesetzt wird. Am Ende ist Ihr neuer Shop dann wirklich fertig und kann starten.
Schritt 6: Marketing
Der Shop ist eingerichtet und nach dem Testen und den damit verbundenen Anpassungen funktioniert alles genau so, wie Sie es haben wollen. Nun kann das Verkaufen beginnen!
Machen Sie Ihren Shop bekannt. Beginnen Sie damit bei Ihren Stammkunden. Denn an diese und deren Freunde und Bekannten wollen Sie mit dem Shop mehr verkaufen. Und geben Sie Anreize, den Shop zu benutzen! Zum Beispiel Rabattgutscheine für die erste Bestellungen. Das gehört bei WooCommerce zur Basisausstattung.
Wenn Sie in sozialen Medien eine Anhängerschaft haben, posten Sie Hinweise auf dem Shop. Am besten verteilen Sie auch hier Gutscheine. Waren Sie diesbezüglich bisher noch nicht aktiv, ist jetzt ein geeigneter Zeitpunkt, damit anzufangen. Und posten Sie nicht einfach Ihre Produkte, sondern erzählen Geschichten dazu und was Sie daran begeistert.
Auch Suchmaschinenoptimierung spielt jetzt eine Rolle. Wenn Sie ein Ladengeschäft haben ist speziell die Auffindbarkeit im lokalen Umfeld bedeutsam. Ihr Geschäft, Ihre Website und der damit verknüpfte Onlineshop wirken nun gut zusammen, wenn Sie es geschickt anstellen.
Das Posten in den sozialen Medien und die Suchmaschinenoptimierung können Sie auch Profis überlassen. Oder Sie lassen sich von solchen anfängliche Hilfestellung geben. Denn diese wissen, welche Maßnahmen mit überschaubarem Aufwand den größten Nutzen bringen.
Schritt 7: Der Shop läuft
Sie haben Ihren neuen Shop online gestellt und auch schon eine Reihe von Marketingmaßnahmen durchgeführt. Nun trudeln die ersten Bestellungen ein. Sie haben hoffentlich genug Zeit eingeplant, um die nun anstehenden Aufgaben durchzuführen. Zum Ausgleich bringt Ihnen der funktionierende Shop neue Einnahmen für Ihr Geschäft.
Die Produkte müssen zeitnah versendet werden. Wichtig ist, dass Sie ausreichende Stückzahlen auf Lager haben. Sie brauchen mit WooCommerce keine aufwändige Lagerhaltung durchzuführen, aber Sie können pro Produkt Obergrenzen unterhalb Ihres Lagerbestandes eingeben, damit nicht mehr bestellt wird, als Sie liefern können. Vielleicht ist der Shop ja gleich erfolgreicher, als Sie dachten?!
Die Verkäufe müssen in Ihre Buchhaltung einfließen. Es gibt dafür mit WooCommerce auf der einen Seite einfache und pragmatische Wege für kleine Shops. Bei steigenden Verkäufen können Sie dann daran denken, einen der zahlreichen Bausteine zur Automatisierung und Verknüpfung mit Ihrer Software zur Buchhaltung und Rechnungsstellung zu verwenden.
Unangenehm, aber nicht zu vermeiden: Es ist auch mit Rückgaben zu rechnen. Nach deutschem Recht kann der Kunde innerhalb von 14 Tagen von einem Onlinegeschäft zurücktreten. Die Praxis wird zeigen, wie oft das vorkommt. Bei Verkäufen im Umfeld von Stammkunden ist es wahrscheinlich kein Problem.
Vielleicht finden Sie jemanden, der sich mit dem Betreiben des Shops auskennt und Ihnen die administrativen Aufgaben für den Anfang oder dauerhaft abnehmen kann. So können Sie flexibel auf die steigende Zahl von Shop Bestellungen reagieren und das Betreiben Ihres Geschäftes nach und nach personell anpassen.
Starten Sie nun mit Ihrem Online-Shop
Mathias sitzt im Büro seines Weinguts und blickt zufrieden auf seinen PC-Bildschirm: Seine Kunden sagen ihm immer wieder, wie schön und nützlich sie seinen Online-Shop finden. Er verkauft jetzt mehr im Umfeld seiner Stammkunden und konnte sein Werbe- und Auslieferungsfahrten reduzieren. Trotzdem verkauft er seinen Wein komplett an Endkunden und muss keine niedrigen Preis von Großhändlern mehr akzeptiern.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Entwickeln Ihres eigenen Online-Shops! Ihnen fehlt die Zeit dafür oder Sie möchten sich viel lieber um Ihre Kunden kümmern statt um die Entwicklung Ihres Online-Shops? Dann kontaktieren Sie uns. Gemeinsam mit Ihnen erstellen wir in kürzester Zeit ein Konzept, mit denen Sie Ihre Ziele erreichen, und setzen dieses dann in einem Online-Shop um, der Ihre Kunden scharenweise anlockt. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an EMail@Datenwege-Informatik.de.












